NEWSLETTER 01/2020

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AMC Explosionsschutz Newsletter 01/2020

„Es hängt von dir selbst ab,
ob du das neue Jahr als Bremse oder als Motor benutzen willst.“

(Henry Ford)

Mit unserer Unterstützung als „Motor“ steht Ihren Projekten auf dem Gebiet des Explosionsschutzes im Jahr 2020 nichts im Weg. Die Firma AMC Explosionsschutz GmbH wünscht Ihnen und Ihrer Familie ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr 2020.


1. Neueinstellungen bei AMC Explosionsschutz

Zur Verstärkung unseres Teams haben wir bereits im Oktober 2019 Frau Daut als Teamassistentin gewinnen können. Anfang Januar 2020 wurde zusätzlich Herr Blessing als Fachberater Explosionsschutz bei AMC Explosionsschutz eingestellt.


2. Ausbildungszyklus 09/2019 zum „Fachberater Explosionsschutz“

Der Kurs 09/2019 wurde im November erfolgreich abgeschlossen. Alle Teilnehmer haben die Abschlussprüfung erfolgreich bestanden. Wir gratulieren allen Teilnehmern und wünschen Ihnen alles Gute für Ihre zukünftigen „Explosionsschutz“-Projekte.

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3. 50. Teilnehmer an der Ausbildung zum „Fachberater Explosionsschutz“

Am Ende des Ausbildungskurses 09/2019 zum Fachberater Explosionsschutz erhielt der 50. Teilnehmer von AMC Explosionsschutz einen Gutschein in Höhe von 980,- Euro für eine Teilnahme an einer der nächsten Konferenzen für „Fachberater Explosionsschutz und Interessierte“.
Die Firma AMC Explosionsschutz gratuliert Herrn Möhle und freut sich auf ein Wiedersehen bei einer der nächsten Konferenzen im Mai oder November 2020.


4. Ausbildungszyklus 01/2020 zum „Fachberater Explosionsschutz“

Ende Januar startet der nächste Ausbildungskurs 01/2020 zum Fachberater Explosionsschutz. Der Kurs ist komplett ausgebucht. Wir freuen uns auf alle Teilnehmer.


5. Ausbildungszyklus 05/2020 zum „Fachberater Explosionsschutz“

Im Mai 2020 startet der Ausbildungszyklus 05/2020. Die Module finden an den folgenden Terminen statt:

  • Grundmodul: 12.05. bis 14.05.2020
  • Vertiefungsmodul A: 15.06. bis 17.06.2020
  • Vertiefungsmodul B: 01.09. bis 03.09.2020

Es sind noch Plätze frei. Jetzt anmelden!


6. 1. Konferenz für „Fachberater Explosionsschutz und Interessierte“

Die 1. Konferenz für „Fachberater Explosionsschutz und Interessierte" fand am 13. und 14. November 2019 im Hotel Villa Medici in Bad Schönborn statt. Nach der Begrüßung durch Herrn Dr. Dyrba ging es am Vorabend der Konferenz, ausgerüstet mit einer Fackel, zum Eröffnungsfeuerwerk. Ein großes Dankeschön an Herrn Dr. Krommes, der uns mit seiner ausgeklügelten Komposition ein einmaliges Feuerwerkserlebnis bescherte. Das gemeinsame Abendessen im Hotel Villa Medici wurde von den Teilnehmern schon für erste Expertengespräche genutzt.

Herr Dr. Dyrba eröffnete die Konferenz und startete zur Einführung mit zwei Fragestellungen aus der Praxis. In gemeinsamer Runde wurden diese ausführlich diskutiert und Lösungen erarbeitet. Danach folgten neun einzigartige und sehr interessante Vorträge der Absolventen der Ausbildung zum Fachberater Explosionsschutz. Vielen Dank allen Vortragenden, die mit Ihren vorgestellten Abschlussarbeiten der Ausbildung die Konferenz in hervorragender Weise mitgestaltet haben.

Alle Themen der Konferenz finden Sie hier


7. 2. Konferenz für „Fachberater Explosionsschutz und Interessierte“

Die 2. Konferenz für „Fachberater Explosionsschutz und Interessierte" findet am 06. und 07. Mai 2020 im Hotel Villa Medici in Bad Schönborn statt. Diese Veranstaltung ist einmalig in Deutschland, da Themen diskutiert werden, die sich aus fachlich kompetenten Abschlussarbeiten der Ausbildung zum Fachberater Explosionsschutz ergeben. Die vorläufigen Themen finden Sie hier.

Es sind noch freie Plätze verfügbar. Wir freuen uns über Ihre Anmeldung.


8. Tagesseminare

Anfang Januar 2020 fanden unsere Tagesseminare „Allgemeine Grundlagen des Explosionsschutzes“, „Gefährdungsbeurteilung und Explosionsschutzdokument“ und „Explosionsschutz Aufbauseminar“ erfolgreich statt. Vielen Dank an alle Teilnehmer für die konstruktive Mitwirkung an den Seminaren.

Unsere nächsten Tagesseminare finden statt am:
29.09.2020 „Allgemeine Grundlagen des Explosionsschutzes“
Es sind noch Plätze frei. Jetzt anmelden!

30.09.2020 „Gefährdungsbeurteilung und Explosionsschutzdokument“
Es sind noch Plätze frei. Jetzt anmelden!

01.10.2020 „Explosionsschutz Aufbauseminar“
Es sind noch Plätze frei. Jetzt anmelden!


9. Kompendium Explosionsschutz – 49. Lieferung

Ende Dezember wurde vom Carl Heymanns Verlag die 49. Lieferung des Kompendiums Explosionsschutz an alle Bezieher ausgeliefert. „Kurz gefasst - Das Wichtigste für die Abonnementen“ finden Sie hier:

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10. DIN EN 1127-1:2019 „Explosionsfähige Atmosphären - Explosionsschutz - Teil 1: Grundlagen und Methodik“

Im Oktober 2019 wurde die neue DIN EN 1127-1 „Explosionsfähige Atmosphären - Explosionsschutz - Teil 1: Grundlagen und Methodik“ veröffentlicht und ersetzt die DIN EN 1127-1:2011-10. Gegenüber DIN EN 1127-1:2011-10 wurden z.B. folgende Änderungen vorgenommen: a) Aufnahme neuer Begriffe in Abschnitt 3; b) Abgrenzung von 5.1 und 5.3 modifiziert; c) in 5.11 wurde eine Bewertung des Ultraschalls aufgenommen; d) in 6.4.12 wurden Sicherheits-Grenzwerte für Ultraschall ergänzt; e) die Informationen zur "Dichtheit von Geräten" wurden überarbeitet.


11. TRGS 751 „Vermeidung von Brand-, Explosions- und Druckgefährdungen an Tankstellen und Gasfüllanlagen zur Befüllung von Landfahrzeugen“

Die neue TRGS 751 „Vermeidung von Brand-, Explosions- und Druckgefährdungen an Tankstellen und Gasfüllanlagen zur Befüllung von Landfahrzeugen“ ist vom September 2019 und im GMBI 2019 S. 1242-1281 [Nr. 62-63] (28.11.2019) erschienen.

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12. Fachbuch „Statische Elektrizität“ erschienen

In diesem Buch geht es über Gefahren und Nutzen statischer Elektrizität in der Industrie. Es werden vielfältige Anwendungen beschrieben. Autor ist der langjährige Spezialist auf dem Gebiet der Elektrostatik Günter Lüttgens. Coautoren sind: Schubert, Wolfgang / Lüttgens, Sylvia / von Pidoll, Ulrich / Emde, Stefan

Weitere Informationen finden Sie hier.


13. Publikationen in der Zeitschrift „Sicherheitsbeauftragter“

Folgender Artikel der Serie „Das 1x1 im Explosionsschutz“ wurde durch Patrick Dyrba seit dem letzten Newsletter 04/2019 erarbeitet und ist zwischenzeitlich erschienen:

  • Kennzeichnung von explosionsgeschützten Geräten

zum Magazin


14. Gut zu wissen!

Einsatz nicht explosionsgeschützter Betriebsmittel im Ex-Bereich

Die Verwendung von nicht explosionsgeschützten Betriebsmitteln im Ex-Bereich ist ein Thema, dass immer wieder stark diskutiert wird. Ob Betriebsmittel ohne EG-Konformitätsbescheinigung des Herstellers im Ex-Bereich betrieben werden dürfen, hängt von bestimmten Bedingungen ab. Bei vielen Betriebsmitteln muss davon ausgegangen werden, dass diese wirksame Zündquellen aufweisen. Dazu können zum Beispiel folgende zählen:

  • Heiße Oberflächen
  • Mechanisch erzeugte Funken
  • Statische Elektrizität,
  • Flammen und heiße Gase
  • Elektrische Funken

Laut Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) ist es jedoch möglich, dass Geräte, die keine Konformitätsbescheinigung zum Einsatz in der jeweiligen Zone besitzen, im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung durch den Betreiber bewertet und durch Festlegung geeigneter Maßnahmen in der entsprechenden Zone eingesetzt werden können. Im Explosionsschutzdokument sind die Ergebnisse der Gefährdungsbeurteilung schriftlich festzuhalten. Um nicht explosionsgeschützte Betriebsmittel in explosionsgefährdeten Bereichen zu verwenden, kann zum Beispiel auch durch Installation von stationären Gaswarnanlagen die Bildung von explosionsfähiger Atmosphäre festgestellt werden. So kann zum Beispiel bei einer Konzentration von 20 % der unteren Explosionsgrenze (UEG) ein Voralarm ausgelöst und eine technische Lüftung eingeschaltet werden. Die unterwiesenen Mitarbeiter können weiterhin durch organisatorische Maßnahmen, wie zum Beispiel die Lokalisierung möglicher Leckagestellen, Entfernung von Betriebsmitteln, die wirksame Zündquellen besitzen, angemessen reagieren. Bei Erreichen von 50 % der UEG muss die Anlage zündquellenfrei geschaltet werden.

Zum Nachlesen im Artikel „Nicht explosionsgeschützte Betriebsmittel“, Heft 06/2019 „Sicherheitsbeauftragter“.


15. Neue Quizfrage

Was sind Schutzsysteme im Sinne der Richtlinie 2014/34/EU?

  1. Sicherheits-, Kontroll- und Regeleinrichtungen, die zwar außerhalb von explosionsgefährdeten Bereichen eingesetzt werden, jedoch für den sicheren Betrieb von Geräten und Schutzsystemen erforderlich sind.
  2. Einrichtungen wie z.B. Prozessleittechnik zum Schutz der Anlage vor Explosionsgefahr.
  3. Berstscheiben.
  4. Einrichtungen die Explosionen ablöschen.

Bitte übermitteln Sie uns die richtige Antwort bis zum 14. Februar 2020.

  • Erster Preis: Gutschein für die Konferenz der „Fachberater Explosionsschutz und Interessierte“ in Höhe von 980,00 €
  • Zweiter Preis: Fachbuch „Praxishandbuch Zoneneinteilung – Einteilung explosionsgefährdeter Bereiche in Zonen“ von Dr. Berthold Dyrba, 3. Auflage 2019 im Wert von 148,00 €

    Informationen finden Sie hier.

  • Dritter Preis: explosionsgeschützte Taschenlampe

Es gelten die Teilnahmebestimmungen

Am Quiz teilnehmen


16. Auflösung der Quizfrage aus dem Newsletter 04/2019

Die Frage aus dem Newsletter 04/2019 lautete:

Welche Anforderungen gelten für Aerosolpackungen?

  1. Aerosolpackungen dürfen einer Erwärmung über 50° C durch Sonnenbestrahlung oder durch andere Wärmequellen ausgesetzt werden.
  2. Punktstrahler dürfen nicht auf Aerosolpackungen gerichtet sein.
  3. Aerosolpackungen dürfen auf Dachböden gelagert oder bereitgestellt werden.
  4. Aerosolpackungen bestehen aus nicht wiederverwendbaren Behältern, z.B. Metall, Glas oder Kunststoff.
  5. In Verkaufs-, Vorrats- und Lagerräumen müssen Anforderungen des Bauaufsichtsrechts eingehalten werden.

Die richtigen Antworten lauteten:

  • Antwort 2: Punktstrahler dürfen nicht auf Aerosolpackungen gerichtet sein.
  • Antwort 4: Aerosolpackungen bestehen aus nicht wiederverwendbaren Behältern, z.B. Metall, Glas oder Kunststoff.
  • Antwort 5: In Verkaufs-, Vorrats- und Lagerräumen müssen Anforderungen des Bauaufsichtsrechts eingehalten werden.

Die Gewinner wurden zwischenzeitlich ermittelt und benachrichtigt.
Wir gratulieren den Gewinnern.


Zu 2. Ausbildungszyklus 09/2019 zum „Fachberater Explosionsschutz“

Am zweiten Tag des Vertiefungsmoduls B fand die Praktikumsphase statt. Zusätzlich zur Zündquellenbewertung wurde der Praktikumstag mit zwei Explosionstests von Herrn Erlmann (Fa. REMBE® GmbH Safety + Control) begleitet.

Beschreibung der Explosionstests:

Das explosionsfähige Gemisch aus Lykopodium und Umgebungsluft wurde mit einem elektrischen Funken >1 J gezündet, wodurch sich im Behälter selbst ein reduzierter Explosionsdruck von ca. 0,5 bar eingestellt hat.

Dies genügte bereits, um eine starke Druckwelle mit Flammenausbreitung zu verzeichnen und aufzuzeigen, dass selbst 6 Liter explosionsfähige Atmosphäre bereits eine Gefahr darstellen können. Im zweiten Versuch konnten wir mit Hilfe einer flammenlosen Druckentlastung Typ Q-Rohr® die Druck- und Flammenwirkung auf ein ungefährliches Maß begrenzen.

Die REMBE® GmbH Safety + Control bedankt sich bei AMC Explosionsschutz für die exzellente Ausbildung zum Fachberater Explosionsschutz und wünscht allen Teilnehmern weiterhin viel Erfolg.

Zu 6. 1. Konferenz für „Fachberater Explosionsschutz und Interessierte“ – Themen

„Inverkehrbringen explosionsgeschützter Flurförderzeuge – CE-Konformität aufgezeigt an Praxisbeispielen“
Dr. Stefan Kehr
PROPLAN – Special Solutions, Aschaffenburg

„ATEX-Schutzbetrachtung einer Staubfilteranlage“
Dipl.-Ing. Robert Scheffer
Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Frankfurt am Main

„Brand- und Explosionsschutzdokument als Bestandteil der Gefährdungsbeurteilung – Verwendung von Fertigungseinrichtungen zur Herstellung von Teilen aus Magnesium im Druckgießverfahren mit anschließender mechanischer Bearbeitung“
Dipl.-Ing. Helfried Hannweber
Ingenieurbüro Hannweber GmbH, Dresden

„Explosionsschutzdokument für die Absauganlagen der Strahlanlagen THM700 (PK2000/1), THM700 (PK2000/2) und THM500 (AMP1600)“
Robin Klimpel
Otto Fuchs KG, Meinerzhagen

Gefährdungsbeurteilung und Explosionsschutzdokument für eine Kläranlage
Christoph Pannach
PANNACH Messtechnik, Müllheim

„Schulung Explosionsschutz beim Ruhrverband und erste Erfahrungen als Fachberaterin Explosionsschutz“
B. Eng. Wi.-Ing. Manuela Polak
Ruhrverband Instandhaltungsmanagement
Maschinen – u. Elektrotechnik, Dortmund

„EDV-basierte Instandhaltungskonzepte“
M.Sc. Matthias Lange
R. STAHL Schaltgeräte GmbH, Waldenburg

„Weiterentwicklungsmöglichkeiten der Ausbildung im Explosionsschutz“
M.Sc. Patrick Dyrba
AMC Explosionsschutz GmbH

Zu 7. 2. Konferenz für „Fachberater Explosionsschutz und Interessierte“

Themen:

  • Retrofit gebrauchte Getreidereiniger unter ATEX-Blickwinkel
  • Explosionsschutzkonzept für einen Mischraum zur Kosmetikherstellung
  • Aufbau einer Explosionsschutz-Organisation an der OTH Regensburg und Beispiele aus der praktischen Tätigkeit
  • Zonenreduzierung durch Ex-Vorrichtungen und die Umsetzung in ein Konzept der funktionalen Sicherheit nach TRGS 725
  • Organisatorische Maßnahmen des Explosionsschutzes auf der Kernkraftwerksbaustelle Olkiluoto 3
  • „Konformitätsbewertung von Altgeräten am Beispiel von Kreiselpumpen“
  • „Weiterentwicklungsmöglichkeiten der Qualifizierung im Explosionsschutz“

Weitere Themen folgen.

Zu 9. Kompendium Explosionsschutz – 49. Lieferung

Mit der 49. Lieferung erhalten Sie die TRGS 723 „Gefährliche explosionsfähige Gemische - Vermeidung der Entzündung gefährlicher explosionsfähiger Gemische“. Die neue TRGS 723 ersetzt die gleichnamige TRBS 2152 Teil 3, Ausgabe September 2009, GMBl Nr. 77 S. 1583, die hiermit aufgehoben ist.

Gegenüber der bisherigen TRBS 2152 Teil 3 erfolgten folgende Anpassungen bzw. Fortschreibungen:

  • Anpassung bzgl. der Begriffsverwendung „explosionsgefährdeter Bereich“ und Berücksichtigung der Option zur Zoneneinteilung (ohne Zoneneinteilung / Gefährdungsbeurteilung entsprechen Anforderungen der Zone 0/20),
  • Hinweise zur Übertragbarkeit auf nicht-atmosphärische Bedingungen (Gemische),
  • Abgrenzung zu chemisch instabilen Gasen und Zersetzung kondensierter Phasen,
  • fachliche Aktualisierungen/ Anpassung von Bezügen,
  • Aufnahme der TRGS 725 für MSR-Einrichtungen,
  • Maßgebliche Überarbeitung der Zündquellen (5.4 Zündquellen durch mechanische Reib-, Schlag- und Abriebvorgänge, 5.8 Blitzschlag, 5.12 Ultraschall).

Weiterhin beinhaltet diese Lieferung die neue TRGS 724 „Gefährliche explosionsfähige Gemische - Maßnahmen des konstruktiven Explosionsschutzes, welche die Auswirkung einer Explosion auf ein unbedenkliches Maß beschränken“.

Die neue TRGS 724 ersetzt die gleichnamige TRBS 2152 Teil 4, Ausgabe Februar 2012, GMBl 2012 S. 387, die hiermit aufgehoben ist.

Gegenüber der bisherigen TRBS 2152 Teil 4 erfolgten folgende Anpassungen bzw. Fortschreibungen:

  • Hinweise zur Übertragbarkeit auf nicht-atmosphärische Bedingungen (Gemische) und Anwendung auf die Verbrennung instabiler Gase,
  • Ausschluss von Zerfallsreaktionen instabiler Gase,
  • Anpassung von Bezügen und Begriffen,
  • Verweis auf Normen und andere technische Regeln, z. B. TRGS 725,
  • Integration neuerer Erkenntnisse, z. B. Wirksamkeit von Entlastungsschloten,
  • Aufnahme von Literaturhinweisen.

Neu aufgenommen wurde auch die Norm DIN EN 14986 „Konstruktion von Ventilatoren für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen“ (Stand 04/2017) im Wert von 130,00 Euro.

Zu folgenden Komplexen wurden Fragen aktualisiert bzw. neu aufgenommen:

  • 1.5 Ausschüsse für Gefahrstoffe und Betriebssicherheit
  • Sicherheitstechnische Kenngrößen 2.3.4, 2.3.5 und 2.3.15 – 2.3.27
  • FSA-Leitfäden 3.4.10 – 3.4.14

Das aktuelle Verzeichnis der funktionsgeprüften Gaswarngeräte wurde in dieser Lieferung integriert.

Zu 11. TRGS 751 „Vermeidung von Brand-, Explosions- und Druckgefährdungen an Tankstellen und Gasfüllanlagen zur Befüllung von Landfahrzeugen“

Diese Technische Regel enthält Anforderungen an Montage, Installation und Betrieb von

  1. Ortsbeweglichen und ortsfesten Gasfüllanlagen im Sinne von § 18 Absatz 1 Nummer 3 BetrSichV
  2. Tankstellen im Sinne von § 18 Absatz 1 Nummer 6 BetrSichV sowie
  3. der Kombination einer Tankstelle mit einer oder mehreren Gasfüllanlagen (Betankungsanlage)

für Landfahrzeuge. Die beschriebenen Maßnahmen dienen dem Schutz Beschäftigter und anderer Personen vor Druck-, Brand- und Explosionsgefährdungen.
Diese Technische Regel behandelt dabei auch

  1. die möglichen Gefährdungen, die sich aus der Arbeitsumgebung der unter Absatz 1 Nummer 1 und 2 genannten Anlagen und durch Wechselwirkungen mit anderen Arbeitsmitteln, insbesondere den überwachungsbedürftigen Anlagen, die in einem räumlichen oder betriebstechnischen Zusammenhang mit der beantragten Anlage verwendet werden, und
  2. die sich aus der Zusammenarbeit verschiedener Arbeitgeber ergebenden Maßnahmen nach § 13 BetrSichV.

An Gasfüllanlagen für Flüssigerdgas (LNG) werden in der Regel mehr als 3 t Flüssigerdgas in oberirdischen Behältern gelagert, daher enthält diese Technische Regel keine Anforderungen an Lagerbehälter für Flüssigerdgas mit einer Lagermenge kleiner 3 t. Aus brandschutztechnischen Gründen ist es nicht möglich, derartig große Lagerbehälter mit anderen Gasfüllanlagen oder Tankstellen in räumlicher Nähe zu betreiben. Die grundlegenden Anforderungen dieser TRBS/TRGS gelten gleichermaßen auch für Gasfüllanlagen für Flüssigerdgas, sofern nicht anderweitig festgelegt. Die speziellen Anforderungen an die Lagerung von Flüssigerdgas in oberirdischen Behältern sowie spezielle Anforderungen an die Bauausführung von Gasfüllanlagen für Flüssigerdgas sind separat im Anhang zu dieser TRBS/TRGS aufgeführt.

Diese Technische Regel enthält auch die sicherheitstechnischen und organisatorischen Maßnahmen, die den vom Betrieb von Tankstellen und Gasfüllanlagen ausgehenden Brand-, Explosions- sowie Druckgefährdungen für Beschäftigte und andere Personen wirksam begegnen. Auf TRBS 2141 wird zusätzlich verwiesen.

Sie enthält auch Anforderungen an Anlagen zur Lagerung und Abfüllung anderer brennbarer Flüssigkeiten, wie Diesel, Altöl und Heizöl sowie Flüssiggas für Heizzwecke, einschließlich deren Lagerbehälter, soweit sie sich im engen räumlichen oder betriebstechnischen Zusammenhang mit Tankstellen oder Gasfüllanlagen befinden.

Diese Technische Regel gilt nicht für Flugfeldbetankungsanlagen sowie für ortsbewegliche Anlagen für die Betankung von Landfahrzeugen mit entzündbaren Flüssigkeiten und für Gasfüllanlagen zur Abgabe von flüssigem Wasserstoff.

Anforderungen anderer Rechtsbereiche, wie Gewässerschutz, insbesondere die Regelungen in Wasserschutzgebieten oder Immissionsschutz, insbesondere bei der Lagerung von Flüssiggas, Flüssigerdgas oder Wasserstoff in Mengen ab drei Tonnen gemäß Bundes-Immissionsschutzgesetz, bleiben unberührt.

In Ergänzung der in dieser Technischen Regel beschriebenen Schutzmaßnahmen können für bestimmte Anwendungsfälle spezifische Hilfestellungen herangezogen werden. Legt der Arbeitgeber die Schutzmaßnahmen durch Heranziehung einer spezifischen Hilfestellung fest, muss er sich davon überzeugen, dass dadurch das Schutzniveau dieser Technischen Regel erreicht wird.

Diese Technische Regel enthält ausschließlich Ausführungen zu Brand-, Explosions- und Druckgefährdungen. Zu weiteren Gefährdungen von Sicherheit und Gesundheitsschutz Beschäftigter und anderer Personen ist insbesondere die Gefahrstoffverordnung zu beachten. Die Maßgaben der übrigen Verordnungen zum Arbeitsschutz bleiben unberührt.

Zur TRGS 751


 

 

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